Buch des Monats Jänner

Charlotte will eigentlich Musikerin werden – aber das klappt noch nicht. Also nimmt sie das Angebot eines Verlags in München an, als Assistentin des Verlegers. Ein toller Job, meinen die Eltern, die nicht wissen, dass ihn bis dahin alle früh gekündigt haben.
Er entpuppt sich als ein Auf und Ab zwischen Lob und Erniedrigung, totaler Verfügbarkeit und Arbeit bis zur Erschöpfung. Bis sogar ihre Gesundheit nicht mehr mitspielt.
„Ein narzisstischer Verlagschef, von dessen perfiden Methoden alle wissen, und ehrgeizige junge Assistentin, die sich durchbeißen will.“
Gott sei Dank gibt es dazwischen auch eine kleine Liebesgeschichte mit Bo, den sie zufällig kennengelernt hat.
Wahl kann erzählen, das hat sie mit ihren beiden ersten Romanen schon gezeigt – wenn auch mit mehr Wechseln beim Erzählverhalten. Sie entwickelt einen eigenen Sprach-„Sound“, und sie ist als Autorin gekommen, um zu bleiben.
Der Roman sorgte für viele Diskussionen, über die Verhältnisse in den deutschen Verlagen, darüber, was als Realität einzustufen sei und was nicht. Es gab Spott, Missgunst und Begeisterung.
Caroline Wahl, geboren 1995, arbeitete nach dem Studium der Germanistik und Deutschen Literatur in mehreren Verlagen.
2023 erschien ihr Debütroman „22 Bahnen“, der schnell erfolgreich wurde und für den sie einige Preise bekam. 2025 kam die Verfilmung in die Kinos. Auch ihr zweiter Roman, „Windstärke 17“ stand monatelang an der Spitze der Bestsellerlisten.